Gemeinde von

Ferrieres geographische Lage

Ferrières (Gemeinde Fontrieu) befindet sich im Departement Tarn (Region Occitanie), zwei Stunden von Toulouse, eine Stunde von Albi und 25 Minuten von Castres entfernt in einer Höhe von 500m. 

Seit dem 1. Januar 2016 haben sich die Gemeinden Ferrières, Castelnau de Brassac und Le Margnès zur Gemeinde Fontrieu zusammengeschlossen.

Ferrières, seine Weiler und der Bach „Ferralgues“

Ferrières und seine Weiler sind an beiden Ufern des Baches „Ferralgues“ flussabwärts  des Flusses Agout verstreut. Die Weiler liegen flussaufwärts auf halber Höhe der Hänge , die das Tal dominieren. Jeder Weiler hat seine eigene Wasserstelle. Beispiel: Vayssière, die „Tine“ (Monumentalbrunnen auf dem Foto). Die Teiche dienten dazu, die Becken zu bewässern. Die Bauern lebten in Autarkie, indem sie ein paar Tiere aufzogen.

Das Schloss von Ferrières und die alten Häuser

Das Schloss und die umliegenden Häuser bilden einen eigenwilligen historischen Ort in ruhiger Umgebung. Das Schloss von Ferrières ist heute im Privatbesitz und spielte in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts seine wichtigste Rolle unter Guillaume de Guilhot, ein protestantische Adliger und dreifacher Gouverneur von Castres. Das herrschaftliche, im Stil der Renaissance gestaltete Anwesen wurde von den Staaten des Languedocs erworben. Unter König Louis XIV.  wurde es zum Staatsgefängnis und nach der Aufhebung des Ediktes von Nantes  diente es als Kaserne für die Dragoner. Während der Revolution wurde es als Nationalgut verkauft. Von den sechs Türmen (sechseckige Form mit einem rechtwinkeligen Hof und einem hochgelegenen Garten) sind nur drei erhalten, die nach der Revolution auf Dachhöhe gekürzt wurden. Die Mauern der anderen Türme dienten in den umliegenden Weiler als Baumaterial.

Die Häuser der Textilfabrikanten im Weiler La Ramade

Die Textilherstellung begann im späten Mittelalter und entwickelte sich im 17. und 18. Jahrhundert zu einem florierenden Geschäft der protestantischen Fabrikanten,  errichteten  (Häuser mit 2 oder 3 Etagen und vier Dachseiten). Im Erdgeschoß befanden sich die Webstühle, die Wohnbereiche in den höheren Stockwerken. Auch die Dorfbewohner besaßen oft einen Webstuhl und verrichteten Heimarbeit für die Fabrikanten, die durch den Textilhandel Wohlstand erreichten. Die Fabrikanten investierten und kauften große Bauernhöfe im gesamten Gebirge.

Gemeindeverbände

Les Hautes Terres d'Oc

Das Gebiet der Hautes Terres d’Oc umfasst drei Gemeindeverbände : Monts de Lacaune, Montagne du Haut-Languedoc, Sidobre Vals et Plateaux, Thoré Montagne Noire mit insgesamt 45 Gemeinden, einer Fläche von 1422 km2 und 26371 Einwohnern.

Es ist eine Berglandschaft mit Granitböden, zahlreichen Teichen und eigenwilligen Natursehenswürdigkeiten.

Die wesentlichen Sehenswürdigkeiten finden sich in Brassac, den Granitfelsgebieten, Lacaune-les-Bains und Burlats.

Regionaler Naturpark Haut-Languedoc

Der regionale Naturpark Haut-Languedoc zählt zu den 48 regionalen Naturparks in Frankreich. Es handelt sich um ländliche, bewohnte Gebiete, die landesweit für ihr historisches Erbe und die Landschaften anerkannt sind.

Ein regionaler Naturpark hat zur Aufgabe die Natur und das kulturelle Erbe zu erhalten, aber auch die Bewohner zu schützen. Verfolgt wird eine innovative Politik beim Ausbau der wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Entwicklung unter Berücksichtigung der Umwelt.

 

Museen in der Umgebung von Ferrières

Auskünfte über weitere Museen erhalten Besucher auf den Webseiten oder in den Verkehrsämtern.